Posts Tagged ‘Tokyo Shopping’

Japanische Wundertüten

Januar 10, 2010

Ich habe letztes Jahr um diese Zeit schon über das Phänomen der Lucky Bags aka Fukubukuro berichtet. Es handelt sich um eine Art Superdiscount. In diesen gut verschlossenen Taschen befindet sich Ware, die den Wert der gesamten Tasche weit übersteigt. Der grosse Haken ist eben, dass man nicht weiss was sich in so einer Wundertüte befindet. Im Land der Uniformen und der Einheitsgrössen kann man so sogar Kleidung verkaufen.

Gestern habe ich mich schon darauf gefreut bei unserem ersten Spaziergang des Jahres durch Omotosando etc. viele lustige Lucky Bags zu fotografieren. Aber leider scheint es als ob ich ein bisschen zu spät bin und die grossen Discounts wirklich nur gleich nach Neujahr gegeben werden. Naja, ein paar habe ich trotzdem erwischt und kaufen würde ich die Katze im Sack ja eh nicht.

Nur noch wenige Lucky Bags übrig.

Hier konnte man reinschauen... aber das waren irgendwie keine richtigen Fukubukuro.

1000 Yen in Shibuya.

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Shibuya – Omotesando

Oktober 24, 2009

Wiedermal was aus der Rubrik „das Beste von Tokyo“. Ab vom Touri Trubel in Shibuya und ab von der Hauptstrasse in Omotesando, haben diese beiden nah beieinander liegenden Shopping Mekkas wirklich viel zu bieten. Grösser als Daikanyama, aber durchaus vergleichbar. Wie überall in Japan fallen die vielen Frisursalons auf :-).

Auf dem Weg nach Aoyama.

Auf dem Weg nach Aoyama.

Ishi Yaki Imo. Diesen Typen sieht man in Tokyo immer wieder. Eine Art wacky Süsskartoffelverkäufer.

Ishi Yaki Imo. Diesen Typen sieht man in Tokyo immer wieder. Eine Art wacky Süsskartoffelverkäufer.

Direkt aus NYC.

Direkt aus NYC.

Hipper Laden.

Hipper Laden.

Einladend.

Hysterisch.

Tin Tin (Tim und Struppi) Shop

Tin Tin (Tim und Struppi) Shop

Natürlich ein Friseursalon. Wenn Du Deine Dreads auffrischen willst musste einfach fragen...

Natürlich ein Friseursalon. Wenn Du Deine Dreads auffrischen willst musste einfach fragen...

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Earth is art... natürlich ein Friseur.

Unten mit Chimsee Vertrieb.

Unten mit Chiemsee Vertrieb.

Cozy.

Cozy.

Frisuer.

Frisuer.

Ein Käffchen in Ehren...

Ein Käffchen in Ehren... (Tokyo ist einfach geil!)

Oben an der Kreuzung.

Oben an der Kreuzung.

Gässchen.

Gässchen.

L'Occitaine.

L'Occitaine.

自由が丘 (Jiyūgaoka): Das Beste von Tokyo

Oktober 9, 2009

Neulich waren wir wieder dort und erlebten einen super schönen Tag… Jiyūgaoka! Unserer Meinung nach das Beste was Tokyo zu bieten hat. Die niedlichen kleinen Strassen, die Shops, die Restaurants, die Atmosphäre… es stimmt einfach alles hier!

Wie? Ihr wart noch nie dort??? Dann wird’s aber höchste Zeit! Jiyūgaoka ist mit der Tokyu Toyoko Line oder mit der Oimachi Line zu erreichen. Die Toyoko Line fährt von Shibuya aus Richtung Yokohama. Wir fahren von Meguro immer mit der Tokyu Meguro Line nach Oookayama und steigen dort auf die Oimachi Line um!

Wir sind übrigens nicht die Einzigen, die Jiyūgaoka super finden. Dieser Blog hier widmet sich ausschliesslich diesem Thema.

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Fussgängerzone hinter dem Bahnhof

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Frische Fruchtdrinks.

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Strassenszene in Jiyugaoka.

Conbini

Juni 29, 2009

Einer der vielen Gründe, warum ich Japan und Tokyo liebe, sind die Convenience Stores, die es an jeder Ecke gibt Convenience Store heisst auf Japanisch „conbiniensu sutoa“, oder eben kurz „conbini“. Diese Läden sind wirklich convenient! Es gibt alles. Krawatten, Hemden, Deo, Gel, DVDs, Spagetti, Äpfel, Bananen, Pudding, einfach alles! Hinzu kommt, dass diese Läden 24 Stunden geöffnet sind. Allein in unserer Nachbarschaft gibt es zwei Seven-Eleven, zwei Family Mart, zwei AM/PM und zwei Lawson.

Schon seit einiger Zeit sammle ich Fotos von Conbinis um Euch ein möglichst gutes Bild zu geben. Natürlich gibt es neben den abgebildeten Conbini Ketten noch viele viele mehr.

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Daily Yamazaki!

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Etwas weniger bekannt: Community Store

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Überall: 7-Eleven, mittlerweile eine Japanische Firma.

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Meine Nummer 1: Family Mart.

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Lawson an der Platinum Street.

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Mini Stop.

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Mini Stop ist bekannt dafür, dass man sich im Laden zum Essen hinsetzen kann. Als ich hier zur Schule ging, nutzte ich jeweils mit meinem Buddy Charley unbefugterweise die Freistunden, um hier Cupramen zu essen!

Verpackungsrecycling

April 3, 2009

Ein Wort, das nicht unbedingt intuitiv mit Japan in Verbindung gebracht wird. Hier wird ja alles hundertmal verpackt. In meinem Cultural Awareness Kurs habe ich gelernt, dass Japan eine „wrapping culture“ ist.

Die Frauen verbringen hier Stunden damit sich für den Alltag schön zu machen. Einige meiner Kolleginnen im Büro zum Beispiel, gehen dreimal in der Woche um 7 Uhr morgens ins Gym bei uns im Bürogebäude. Nach dem Gym duschen sie sich natürlich… aber sie kommen auch schon perfekt aussehend ins Gym. Das heisst sie müssen sich zweimal herausputzen. Einmal für die Fahrt zum Gym und dann nochmal nach dem Workout.

Naja. Was mir auch immer wieder auffällt ist die Angewohnheit Taschen, die man irgendwann einmal in einer schönen Boutique bekommen hat, aufzubewahren und wiederzuverwenden. Nehmen wir an Ms. Takahashi geht aus zum Shoppen. Sie erwartet, dass sie etwas kauft und nimmt dazu eine Tasche von Tiffany’s mit, die sie mal bekommen hat, also sie sich dort etwas kaufte. So sieht es so aus, als ob sie heute schon wieder etwas von Tiffany’s gekauft hat.

ooo

Neulich in Shirokanedai: Türkise Tiffany's Tasche mit "falschem" Inhalt.

Wood you like?

März 30, 2009

Das ist ausnahmsweise mal kein Engrish Beispiel, sondern einfach nur ein guter Name für ein Möbelgeschäft.

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Neulich gesehen in Aoyama.

Lucky Bag – 福袋 – Fukubukuro

Januar 1, 2009

Neujahr ist sehr wichtig in Japan. Beim Abschluss des alten Jahres, ist man sehr darauf aus, mit so wenig wie möglich „Altlasten“ ins neue Jahr zu gehen. Häuser werden geputzt, Schulden bezahlt, Büros aufgeräumt, etc.. Im neuen Jahr sind dann unter anderem die vielen „Ersten…“ wichtig. Der erste Tag, der erste Sonnenaufgang, der erste Business Deal des Jahres, der erste Verkauf, etc..

Das heisst also, dass in den ersten Tagen des neuen Jahres Ausverkauf angesagt ist! Seit Jahren gibt es dabei den Brauch von sogenannten Fukubukuro (wörtlich Glückstasche). Diese gut verschlossenen Taschen werden beinahe von jedem Geschäft verkauft. Sie enthalten verschiedene Artikel des Geschäfts, deren Wert den Preis der Tasche oft doppelt, dreifach oder mehr übersteigt. So bekommt man spektakuläre Discounts mit dem kleinen Haken, dass man nicht genau weiss, was man kauft. Sie werden aber gerne gekauft! Hier ein paar Beispiele aus Shibuya und Harajuku.

Vor dem Sakuraya Elektronik Shop an der Center Gai in Shibuya.

Vor dem Sakuraya Elektronik Shop an der Center Gai in Shibuya.

Im Laforet Harajuku.

Im Laforet Harajuku.

Was ist da wohl drin?

Was ist da wohl drin?

In der lila Tasche befindet sich Ware im Wert von ... und sie kostet nur mal gerade 10'500 Yen. In der schwarzen Tasche befindet sich Ware im Wert von ... für nur 5'250 Yen. Unglaublich. Aber eben, man weiss leider nicht was drin ist.

In der lila Tasche befindet sich Ware im Wert von 50'000 Yen und sie kostet nur mal gerade 10'500 Yen. In der schwarzen Tasche befindet sich Ware im Wert von 25'000 Yen für nur 5'250 Yen. Unglaublich! Aber eben, man weiss leider nicht was drin ist.

Gefüllt mit Ware aus dem Laden.

Gefüllt mit Ware aus dem Laden.

Diese Damen haben schon rege eingekauft und lüften jetzt das Geheimnis der Lucky Bags. Ich hoffe es hat sich gelohnt.

Diese Damen haben schon rege eingekauft und lüften jetzt das Geheimnis der Lucky Bags. Ich hoffe, es hat sich gelohnt.

Sverige meets Nihon

Dezember 27, 2008

Heute pilgerten wir wiedermal „nach“ Ikea. Obwohl eigentlich bekannt ist, wie Ikea auf Standardisierung und zentralen Einkauf setzt, hat mich doch erstaunt wie absolut gleich das Ikea Warenhaus aussieht wie die, die wir aus Europa kennen. Alles vom Gebäude über den Poäng bis zum Glögg ist gleich!

Finde den Unterschied.

Finde den Unterschied.

Was auch erstaunt ist: keine Menschenmassen.  In den Ikeas, die ich kenne gibt es am Samstag immer einen riesen Andrang. Da stell ich mir die Frage ob Ikea hier erfolgreich ist. Ikea floppte in Japan bereits vor 20 Jahren (wie so viele andere westliche Unternehmen) und musste sich wieder verabschieden. 2006 dann der Wiedereinstieg. Ähnlich wie jetzt gerade bei H&M war der Andrang damals in den ersten Monaten extrem. Jeder wollte Ikea mal gesehen haben. Mein Buddy Matti lebte damals in Japan und wollte ein Babybettchen für seinen Sohn kaufen. Sie schafften es aber nicht mal mit dem Auto ins Parkhaus und mussten wieder umkehren, der Andrang war einfach zu gross. Jetzt scheint der Hype vorbei zu sein.

An was könnte das liegen? Vielleicht daran, dass Ikea-Möbel zwar für kleine Appartments perfekt sind, aber vielleicht doch wieder zu gross für japanische Appartments. Oder gibt es einfach zu viele Konkurrenten? Gerade unsere Gegend hier entlang der Megurodori ist bekannt für die vielen kleinen Möbelläden. Ok preislich hat Ikea sicher immer noch einen Vorteil. Ausser bei den Hotdogs und beim sonstigen Ikea Essen (z.B. Meatballs). In Japan bekommt man definitiv gleich preiswertes und viel besseres Essen.

Oder spielt da doch noch ein viel grundlegender Faktor mit? Nichts gegen unsere immer perfekt gestylten Hosts, aber wart Ihr schon in einer durchschnittlichen japanischen Wohnung? Ich meine keine Wohnungen oder Häuser von Reichen oder Expats. Nein? Ich auch nicht so oft und die, die ich gesehen habe waren eher  funktional (typische Wohnzimmerlampen) und eklektisch. In meinem Cultural Awareness Kurs habe ich gelernt, dass man sich in Japan nicht so oft zu sich nach Hause einlädt, wie wir das tun (knapper Platz, Überfluss an preiswerten Restaurants, etc.). Vielleicht führt das dazu, dass der Möbelkauf hier nicht so ein Ereignis ist wie bei uns.

Was passiert wohl mit H&M? Eine Kollegin im Büro äusserte sich kürzlich sehr skeptisch. Sie glaubt, dass der Hype schnell vorbei sein wird  und  die japanischen Kundinnen sehr picky im Bezug auf die Qualität sind. Die brutal langen Schlangen vor den H&Ms sind jedenfalls schon weitgehend verschwunden.

Ich denke mal die lokalen Chefs von Ikea und H&M sind zwei coole Schweden, die sich öfters bei einem Glögg über die Knacknuss Japan unterhalten. Ich bleibe jedenfalls Kunde von beiden Unternehmen. Beim einen aus persönlichen Gründen und beim anderen weil die meine Grösse haben :-). In diesem Sinne: Tak und Skål!

Dein erstes Daim vergisst Du nie!

Dein erstes Daim vergisst Du nie!

Billig, aber passt das in eine japanische Wohnung?

Billig, aber passt das in eine japanische Wohnung?

Szene in der Bilderabteilung. Die Weltkarten wurden auf jeden Fall schon mal japanisiert.

Szene in der Bilderabteilung. Die Weltkarten wurden auf jeden Fall schon mal japanisiert.

Auf dem Rückweg mit der Keiyo Line.

Auf dem Rückweg mit der Keiyo Line.

Nicht sehr kontrastreich im Hintergrund ist der Fuji-san zu erkennen! Im Zug auf dem Rückweg.

Nicht sehr kontrastreich im Hintergrund ist der Fuji-san zu erkennen! Im Zug auf dem Rückweg.

Und nochmal etwas herangezoomt.

Und nochmal etwas herangezoomt.

X&S

November 11, 2008

Da wir Ferien haben und wir gerade nichts besseres zu tun hatten, wagten wir uns heute mal in den neu eröffneten H&M in Harajuku. Die Schlange war zwar lang, aber es ging nur etwa 10 Minuten bis wir im Gebäude waren. Vor einigen Monaten ging an der top Shopping Location von Tokyo (Ginza) der erste H&M Store von Japan auf. Seit der Eröffnung befindet sich vor dem Laden eine riesen Schlange. Nun ging vor ein paar Wochen der neue H&M in Harajuku auf. Jetzt haben wir das Anstehen vor dem Laden und das Innenleben persönlich erlebt.

Hmmm. Ein normaler H&M. Vielleicht der Grösste in dem wir je waren. Aber irgendwie paradox:die voll-kommerzialisierte Mode von H&M sieht jetzt so aus wie das was die Kids in Harajuku schon seit 20 Jahren tragen und vorleben. Die Amis haben Pizza veramerikanisiert und jetzt gibt es Pizza Hut auch in Rom. Der Harajuku Style wurde in Europa kopiert und kommt jetzt im europäischen Kleid zurück an seinen Ursprung. Gwen Stefani („I can’t wait to go back and do Japan. Get me lots of brand new fans. Osaka, Tokyo. You Harajuku girls, damn you’ve got some wicked style.“) kann die wicked styles im global Village kaufen.

Gwen Stefani und ihre Harajuku girls

Gwen Stefani und ihre Harajuku girls

Ach ja, das hätte ich fast vergessen. Ich hab auch noch was gekauft! Und zwar das einzige in der Männerabteilung, das es ausser in „S“ und „XS“ auch in „L“ gab. Ein grauer Pulli. Ja das mit den Grössen ist ein Problem hier. H&M scheint der Ort zu sein, an dem sich die schmal- (und flach-) brüstigen Jungs und Mädels in Tokyo auch in Zukunft gerne vergnügen. Nächste Woche sind wir wiedermal auf amerikanischem Boden, da gibts dann alles in „XXL“ (dazu mehr nächste Woche).

Kommerziell und nahe bem Volk

Kommerziell und nahe beim Volk

Von hier auch ging die Schlange bis zum H&M Hochhaus

Von hier aus ging die Schlange bis zum H&M Hochhaus

H&M frenzy

September 16, 2008

Während es an den Börsen bergab geht, hat wenigstens der H&M in Tokyo Hochkonjunktur. H&M gibt es ja gefühlte 20 Jahre in Europa… aber Japan scheint nicht nur für Schweizer Privatbanken ein Markt mit hohen Eintrittsbarierren zu sein. Nach langen Jahren ohne H&M wird der Markt jetzt endlich von H&M erschlossen. Und zwar mit einem Big Bang. Der erste von 3 Stores machte letztes Wochenende in Ginza (Prime Shopping Location) auf. 2 weitere folgen dieses Jahr noch in Shibuya und Harajuku. Heute schauten unsere Gäste in Ginza vorbei und siehe da: an einem Dienstag mitten am Tag: eine Warteschlange über sage und schreibe mehere hundert Meter (um mehrere Blocks). Hier ein Eindruck von der Warteschlange heute in Ginza…

Und hier die Baustelle in Harajuku mit der Aufschrift „Finally, Harajuku will be perfect.“ (Modesty! Always works in Japan).

Mischa freut sich schon aufs Shopping. Aber: da wir noch nie drin waren und bestimmt auch nicht so lange anstehen, bleibt die Frage noch offen, ob die Hemden und Pullis auch der Grösse XL zu kurz sind für Mischa (wie bei allen anderen westlichen Läden hier).