Posts Tagged ‘Sicherheit in Japan’

Keine Angst vor LV Dieben – Japaner auf Reisen

März 8, 2010

Gastbeitrag von Holger (vielen Dank!):
Neulich war ich mal wieder auf Dienstreise in Seoul, Korea. Der Flughafen Gimpo (der kleinere Flughafen von zweien die es in Seoul gibt ) wird für Inlandsflüge und Flüge nach China und – natürlich – Japan genutzt. Es ist immer herrlich die vielen LV Koffer zu sehen, die da durch die Abflugshalle rollen. Der besondere Kick ist allerdings den Besitzern beim „Check-in“ zuzusehen. Das Gepaeck beaufsichtigen – warum denn !? Wie bekannt, wird in Japan ja eigentlich nie etwas gestohlen. Die Japaner werden dadurch im Ausland gerne als Opfer erkannt. Diesmal ging alles gut und die beiden haben ihre Koffer „behalten“ können. Übrigens, die LV Koffer standen mindestens 2-3 Minuten „herrenlos“ hinter den Beiden ……..Viele Grüsse Holger (aus Tokyo)

Perfekt gestylt zum Checkin.

Ob die Koffer wertvoller sind als der Inhalt?

Werbeanzeigen

Sei doch kein Frosch

Februar 26, 2010

Ein netter Brief von Oliver M und somit der nächste Gastbeitrag! Vielen Dank!

Hallo Ihr von „Aus Tokyo“. Mit Interesse lese des öfteren eure Seite und möchte euch einen netten Sticker schicken den auch wir mittlerweile auf unserer Firmenkleidung bei unserem Kunden tragen. Dieser Sticker sagt das die Person die ihn trägt Vorsichtig ist, und das Sicherheit wichtig ist „take care for your safety“ Verliehen wurde uns dieser Sticker nach einer Sicherheitswoche wo in der Fabrik alle Sicherheitsbestimmungen überprüft worden sind.  Als Spaß sagen wir hin „ Sei vorsichtig, sonst verlierst Du deinen Frosch“. Und ohne Frosch bist Du nichts.

Sei doch kein Frosch.

Schirmklau unmöglich

Februar 23, 2010

Vandalismus scheint in Tokyo kein nennenswertes Problem zu sein. Wie sonst könnten so viele Getränkeautomaten unbeschädigt in der Gegend rumstehen? Auch Diebstahl ist kein Problem. Die Damen lassen ihre Handtaschen immer unbeaufsichtigt auf ihrem Stuhl um den Platz zu reservieren, während sie sich an der Bar einen Kaffee holen. Umso erstaunlicher ist es, dass trotzdem alles immer schön ordnungsgemäss abgeschlossen und reglementiert wird. In der Bahn wird auch immer auf die Station genau abgerechnet, während es bei uns Zonen gibt und Kontrollen im Stadtverkehr nicht stichprobenmässig durchgeführt werden.

Auch der Schirmklau ist unmöglich. Es gibt überall diese verrigelbaren Schirmständer. Man schliesst seinen Schirm ab und nimmt meistens einen kleinen Schlüssel mit einer Nummer darauf mit. Wenn man bei uns beispielsweise in Restaurants, ein solches System installieren würde, dann wären mit Sicherheit schon nach kurzer Zeit alle kleinen Schlüsselchen weg. Die Schlüssel verschwinden aber auch unabsichtlich. Neulich sagte Isa: „oh nein, ich hab meinen Schirm im Restaurant vergessen“… aber im Portemonnaie war dann der kleine Schlüssel… und dort ist er noch immer.

Dieses Schirmabschlusssystem ist sehr intelligent! Anstatt mit Schlüssel, operiert man hier mit einer zweistelligen Zahlenkombi. Also: bitte den Geheimcode nicht vergessen.

Shisa Kanko (指差喚呼) (Pointing & Calling)

Dezember 23, 2009

Ein weiteres Phänomen aus der Rubrik „Sicherheit“. Ich habe das sogennante Shisa Kanko hier schonmal beschrieben, aber neulich gelangen mir die Bilder unten, die den Zugführer in Aktion zeigen. Das „Pointing & Calling“ dient insbesondere im Zugverkehr zur Erhöhung der Sicherheit. Wenn man auf eine Ampel zeigt und das Signal wiederholt ist die Wahrscheinlichkeit kleiner, dass man es missachtet oder falsch liest. Zugunglücke gibt es hier fast nie. Das Shisa Kanko wird wie so vieles in Japan für unsere Augen übertrieben und komisch ausgeführt. Mit dem Zeigen geben die Bahnangestellten oft lustige Laute von sich wie zum Beispiel ein kräftiges „Yosh!“

Letzter Check bevor die Türen geschlossen werden.

Kontrolle der Ampel, Hand am Knopf für die Notbremse.