Posts Tagged ‘Manga’

Die kleine Schraubzwinge

Mai 10, 2010

Wie des öfteren hier kommentiert, finde ich es ja immer wieder lustig, wie in Japan alles (aber auch wirklich alles) mit kleinen Comics, Mangas und Männchen illustriert wird. Bei uns an der Station habe ich neulich einen Hinweis entdeckt bei dem ich mich wirklich frage, wie man auf sowas kommt. Die Illustration unten wurde freundlicherweise von JR aufgehängt und signalisiert dem aufmerksamen Leser, dass für den Durchgang durch die Station vom Zentralausgang zum Tokyu Ausgang eine Gebühr von 130 Yen erhoben wird. Das kleine traurige Männchen macht ja noch Sinn, aber was bitte soll die kleine Schraubzwinge darstellen???

Hallo! Ich bin die kleine Schraubzwinge!

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Maid in Hills

März 19, 2010

Neulich fotografiert in Roppongi Hills wo ein ad hoc Maidcafe aufgestellt wurde. In den Maidcafes in Akihabara darf man ja leider nicht fotografieren. Aber dieses improvisierte Maidcafe konnte sich meiner Kamera nicht entziehen.

MEIDO IN HIRUZU = Maid in Hills

Als Manga.

Live.

Aha. Dieses improvisierte Cafe ist mit SAAPURASHOPPU angeschrieben. Was das wohl heisst.

Take a Bow

Januar 28, 2010

In Japan verbeugt man sich gerne und meidet den öffentlichen Körperkontakt. In Zeiten der Schweinegrippe ist das ganz gut. Sogar die kleinen Comic Männchen, die auf irgendwelche Unannehmlichkeiten hinweisen verbeugen sich! Na dann mal sumimasen!

Korrekte Verbeugung!

Als Icon.

Comics für Erwachsene

Januar 4, 2010

Neulich im TY Harbour zum Lunch machte ich das Bild unten. In Japan ist Manga wirklich so weit verbreitet und tief in der Gesellschaft verankert, dass alle, aber auch wirklich alle Comics lesen. Im Bild ein junges Paar, das beim Lunch gemütlich ein bisschen liest.

Gemütlich...

...beim Comic.

Don’t get caught

Dezember 11, 2009

Neulich in der Meguro Line fotografiert… Interessant ist, dass bei allen Warnhinweisen (von denen es ja bekannlich sehr viele gibt) immer noch ein kleiner Manga Männchen oder Tierchen dabei ist. Ist das ein Waschbär?

...

Abunai

Onegai

Dezember 6, 2009

Was so viel heisst wie „ein paar Bitten“. Regeln kommen in Japan immer gut, da es ja so viele Regelverstösse gibt :-). Aber das hatten wir schon mal diskutiert. Sind die Japaner so diszipliniert gerade wegen den Regeln? Anyway, unten konnte ich wiedermal ein paar lustige Manga Bildchen festhalten, die das Verhalten im Park positiv beeinflussen sollten.

...

Wichtige Hinweise.

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Den Hundekot bitte wegräumen (mit Schaufel).

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Vom Fahrrad absteigen bitte!

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Die paar Bäume nicht abbrennen.

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In der Nacht keinen Lärm machen.

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Keine Pflanzen beschädigen.

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Nicht rumklettern!

Manga überall für jedermann

Februar 26, 2009

Wir sind im Büro gerade dabei über unsere Produktbroschüren nachzudenken. Da schauen wir natürlich gerne mal nach, was so bei der Konkurrenz rumschwirrt. Dabei kam mir eine Broschüre über Investmentfonds einer japanischen Bank in die Finger. Die Broschüre ist für den Retailmarkt bestimmt, aber trotzdem sind die Unterschiede zu dem was wir von Banken gewohnt sind riesig. Die Anzahl der Informationen, die in eine Seite gepackt werden erinnert an Billigreiseprospekte oder Elektronikdiscounter. Und da sind natürlich die allgegenwärtigen Comics. Während wir im Westen versuchen reale Menschen und deren Emotionen zu zeigen, will man hier für alles Comics.

...

Aktien (orange), Anleihen (blau), Immobilien (rosa)

saiken

Festverzinsliche (saiken) einfach erklärt. Man beachte: sogar das Gebäude hat ein Gesicht.

mmm

Das sieht man sehr häufig: eine kleine Comicfigur, die etwas erklärt (ist billiger als ein Fotoshoot!). Ich glaube wir sind unten links am "Bottom" und sollten jetzt High-Yield Bonds kaufen...

fondpalette

Die Bondfundpalette.

Arubaito für Freeter in Manga

Juli 26, 2008

Arubaito: Wenn man dieses Wort schnell liest, hört es sich wie das deutsche Wort „Arbeit“ an. Es handelt sich tatsächlich um dieses Wort. Die Japanische Silbenschrift ist sehr begrenzt, dafür aber ziemlich eindeutig. ア (a) ル (ru) バ (ba) イ (i) ト (to). Da es neben den Vokalen „aieou“ und den „n“ keine einzelnen Laute gibt werden beispielsweise „r“ und „t“ immer als Silbe ausgesprochen (und geschrieben).

Wer im Bild unten genau hinschaut, erkennt das Wort Arubaito wieder. Es handelt sich hier um ein Plakat der staatlichen japanischen Bahngesellschaft (Japan Railways oder kurz JR), das Studenten und sogenannte „Freeter“ (フリーター) anspricht. Arbeito ist ein Wort, dass die Japaner aus der Deutschen Sprache importiert haben und bezeichnet was wir „Teilzeitjob“ nennen würden. Arbeit im eigentlichen Sinne heisst auf Japanisch „仕事 shigoto“, aber beim Wort Arubaito wissen alle was gemeint ist.

Ein weiteres lustiges Fremdwort ist das japanische Wort für Skigebiet. Skigebiet heisst auf Japanisch „ゲレンデ Gerende“… Gelände!

Hinter dem Wort Freeter (im Poster in der Sprechblase zu erkennen) verbirgt sich ein gesellschaftliches Phänomen. Es bezeichnet meist junge Leute, die sich frei auf dem Arbeitsmarkt bewegen (Freelancer). Und das im Land des lebenslang gesicherten Arbeitsplatzes. Bei Interesse bitte hier weiterlesen.

Übrigens: man sieht es unten leider nicht genau, aber der Stundenlohn für die Teilzeitjobs beträgt 1’100 JPY (11 CHF). Immerhin.