What’s goin‘ on?

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Wie schon erwähnt gibt es jetzt an der Ginza den ersten Abercrombie & Fitch Store in Japan… Am 15. Dezember war die Eröffnung… Ich suchte vor Weihnachten verzweifelt nach einem Geschenk für meine 20-jährige Schwester und da hatte Isa die super Idee, dass ich der jungen Dame etwas von A&F hole! Also auf nach Ginza. Wir waren früh dran. Vor 11. Der Laden war noch nicht mal auf. Aber die Schlange war schon extrem lang. Nachdem wir aber gesehen haben, dass es relativ zügig vorwärts geht, stellten wir uns an und waren nach ungefähr 15 Minuten drin.

Aber sowas hätte ich echt nicht erwartet. An der Tür wird man schon von einem typischen A&F „Model“ begrüsst. Also ein grosser Gaijin mit kantigen Gesichtszügen und blonden Haaren. Aber Innendrin wirds dann richtig bunt. Als Begrüssung stehen da gleich mal zwei weitere männliche Models mit denen man sich ablichten lassen kann (!?). Die beiden Boys waren natürlich ohne Shirt. Im Erdgeschoss gibt es nichts zu kaufen, also muss man mit dem Lift hoch in eins der 11 (!) Stockwerke. Der Liftboy hatte immerhin ein Shirt an, aber es war ganz aufgeknöft, dass man das Sixpack sieht (hallo?).

Es gab fast mehr Angestellte (cool and good looking people) als Kunden. Die Angestellten haben offensichtlich ein einheitliches Training absolviert. Wenn sie nichts zu tun haben müssen sie zu der viel zu lauten Musik im Shop tanzen (tztztz) (ein Boy bewegte sogar theatralisch die Lippen zur Technoversion von Whitney Houstons und Mariah Careys „When You Believe„) und sie müssen alle Kunden mit dem Satz „What’s goin‘ on?“ in Ami-Akzent begrüssen (!!!!). Das hörte sich bei dem ein oder anderen Japaner lustig an.

Der A&F Shop ist also so wie man ihn sich vorstellt und noch ein bisschen extremer/ absurder. Wie überall ist der Shop extrem dunkel und er duftet penetrant nach dem Parfum „Fierce“. Ich habe einen Angestellten beobachtet, der den Duft aus einer grossen Sprühflasche überall versprüht.

Ein weiteres Detail habe ich aber noch in keinem anderen A&F beobachtet. Da der ganze Laden im Prinzip ein grosses Treppenhaus ist und es keine Fenster gibt, befindet sich auf einer Wand ein riesengrosses Gemälde, dass sich von unten bis hoch zum 11. Stock erstreckt. Auf dem Gemälde sind ausschliesslich muskulöse Jünglinge in den verschiedensten Posen zu sehen. Excuse my French, aber mit den halbnackten Boys am Eingang, den Six-Pack Liftboys und diesem Bild kam ich mir schon ein bisschen vor wie am Set eines Schwulenpornos!

Naja, ich wollte ja was für junge Damen kaufen. Stockwerke 1-6 sind Männer und 7-11 für Frauen. Im 8. Stock wurde ich zum Glück fündig und konnte 11’000 Yen ärmer, kopfschüttelnd und mit einem Gehörschaden das Haus wieder verlassen.

11 Stockwerke.

Ich hab mich angestellt und wurde mehrmals von einem Ordnungshüter darauf hingewiesen, dass man ich in einer Zweierreihe anstellen muss.

In Batches von 20 Personen wurde der Laden ordnungsgemäss gefüllt.

Ein Teil des besagten Gemäldes.

Jünglinge in der Sauna.

Ringer.

Griechen.

Das Treppenhaus.

Mein Einkauf!

Das war eben kein Witz!!! Das musste ich zensieren.

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