Die Vögel

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London hatte ein Rattenproblem, New York zu viele Tauben, Zürich zu viele Füchse… in Tokyo regieren die Krähen. In Japan geht die Sonne früh auf (4:30) und die Krähen sind als erste wach. Ihr Ziel: der Abfall, der am Vorabend auf die Strasse gestellt wird. In Tokyo gibt es keine Mülltonnen und die Abfallsäcke sind milchig-durchsichtig. Eine perfekte Einladung für Krähen. Aufgrund des Abfalls und der schnellen Ausbreitung der Stadt aufs Land kommen immer mehr Krähen nach Tokyo. Schätzungsweise 40’000. Auf meinem morgendlichen Weg zum Bahnhof gibt es ca. 4 einschlägige Orte, an denen sich die Krähen sammeln, um Abfallsäcke aufzupieksen.

Unten Abfall, oben rechts der Rabe.

Unten Abfall, oben rechts die Krähe. Neulich auf dem Weg zur Arbeit.

An immer mehr Orten wird der Abfall mit an den Enden verbleiten blauen Netzen geschützt. Das scheint aber nicht sehr viel zu nützen. Die Krähen werden immer frecher. Neulich auf dem Weg zur Arbeit griff sogar eine Frau ein und rückte ein Netz zu recht, dass die Krähen weggezerrt hatten, um an den darunterliegenden Abfall zu kommen. Das beeindruckte die Krähen aber wenig.

Das Netz ist für diese Krähe kein Problem.

Das Netz ist für diese Krähe kein Problem.

Oft sieht es dann aber doch so aus wie unten.

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Yummy (Klick auf das Bild für die Quelle)

Die Viecher sind gross (Spannweite ca. 1m) und angsteinflössend. Am japanischen Fernsehen werden oft Videos gezeigt, in denen Fahrradfahrer von Krähen aus der Luft angegriffen werden. Ganz krass sind auch die Nester aus Kleiderbügeln, die immer wieder gefunden werden. Richtige Stadtvögel halt.

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Krähennest aus Kleiderbügeln (Klick auf das Bild für die Quelle)

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