Sverige meets Nihon

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Heute pilgerten wir wiedermal „nach“ Ikea. Obwohl eigentlich bekannt ist, wie Ikea auf Standardisierung und zentralen Einkauf setzt, hat mich doch erstaunt wie absolut gleich das Ikea Warenhaus aussieht wie die, die wir aus Europa kennen. Alles vom Gebäude über den Poäng bis zum Glögg ist gleich!

Finde den Unterschied.

Finde den Unterschied.

Was auch erstaunt ist: keine Menschenmassen.  In den Ikeas, die ich kenne gibt es am Samstag immer einen riesen Andrang. Da stell ich mir die Frage ob Ikea hier erfolgreich ist. Ikea floppte in Japan bereits vor 20 Jahren (wie so viele andere westliche Unternehmen) und musste sich wieder verabschieden. 2006 dann der Wiedereinstieg. Ähnlich wie jetzt gerade bei H&M war der Andrang damals in den ersten Monaten extrem. Jeder wollte Ikea mal gesehen haben. Mein Buddy Matti lebte damals in Japan und wollte ein Babybettchen für seinen Sohn kaufen. Sie schafften es aber nicht mal mit dem Auto ins Parkhaus und mussten wieder umkehren, der Andrang war einfach zu gross. Jetzt scheint der Hype vorbei zu sein.

An was könnte das liegen? Vielleicht daran, dass Ikea-Möbel zwar für kleine Appartments perfekt sind, aber vielleicht doch wieder zu gross für japanische Appartments. Oder gibt es einfach zu viele Konkurrenten? Gerade unsere Gegend hier entlang der Megurodori ist bekannt für die vielen kleinen Möbelläden. Ok preislich hat Ikea sicher immer noch einen Vorteil. Ausser bei den Hotdogs und beim sonstigen Ikea Essen (z.B. Meatballs). In Japan bekommt man definitiv gleich preiswertes und viel besseres Essen.

Oder spielt da doch noch ein viel grundlegender Faktor mit? Nichts gegen unsere immer perfekt gestylten Hosts, aber wart Ihr schon in einer durchschnittlichen japanischen Wohnung? Ich meine keine Wohnungen oder Häuser von Reichen oder Expats. Nein? Ich auch nicht so oft und die, die ich gesehen habe waren eher  funktional (typische Wohnzimmerlampen) und eklektisch. In meinem Cultural Awareness Kurs habe ich gelernt, dass man sich in Japan nicht so oft zu sich nach Hause einlädt, wie wir das tun (knapper Platz, Überfluss an preiswerten Restaurants, etc.). Vielleicht führt das dazu, dass der Möbelkauf hier nicht so ein Ereignis ist wie bei uns.

Was passiert wohl mit H&M? Eine Kollegin im Büro äusserte sich kürzlich sehr skeptisch. Sie glaubt, dass der Hype schnell vorbei sein wird  und  die japanischen Kundinnen sehr picky im Bezug auf die Qualität sind. Die brutal langen Schlangen vor den H&Ms sind jedenfalls schon weitgehend verschwunden.

Ich denke mal die lokalen Chefs von Ikea und H&M sind zwei coole Schweden, die sich öfters bei einem Glögg über die Knacknuss Japan unterhalten. Ich bleibe jedenfalls Kunde von beiden Unternehmen. Beim einen aus persönlichen Gründen und beim anderen weil die meine Grösse haben :-). In diesem Sinne: Tak und Skål!

Dein erstes Daim vergisst Du nie!

Dein erstes Daim vergisst Du nie!

Billig, aber passt das in eine japanische Wohnung?

Billig, aber passt das in eine japanische Wohnung?

Szene in der Bilderabteilung. Die Weltkarten wurden auf jeden Fall schon mal japanisiert.

Szene in der Bilderabteilung. Die Weltkarten wurden auf jeden Fall schon mal japanisiert.

Auf dem Rückweg mit der Keiyo Line.

Auf dem Rückweg mit der Keiyo Line.

Nicht sehr kontrastreich im Hintergrund ist der Fuji-san zu erkennen! Im Zug auf dem Rückweg.

Nicht sehr kontrastreich im Hintergrund ist der Fuji-san zu erkennen! Im Zug auf dem Rückweg.

Und nochmal etwas herangezoomt.

Und nochmal etwas herangezoomt.

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