JLPT Level 4

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Ok, ich bin nicht gerade stolz darauf. Mein Japanisch ist immer noch sehr schlecht. Nach all den Jahren. Aber ich muss jetzt doch noch von meiner Erfahrung am diesjährigen Japansese Language Proficiency Test (JLPT) erzählen. Im Sommer hat mich meine Japanisch Lehrerin nochmal versucht zu motivieren, mich aufs Level 3 vorzubereiten. Aber nach ein paar Wochen extra Motivation mussten wir dann in einem gemeinsamen „Student-Teacher“ Entscheid feststellen, dass ich das bei meinem Tempo nicht bis Dezember packe. Dass mein Japanisch so schlecht ist, weil es an Japanischen Freundinnen fehlt stimmt zwar, ist aber erstens langsam nicht mehr lustig und lenkt von der Wahrheit ab. Ich lerne zwischen meinen Lessons zu wenig. Meistens in der Bahn vor einer Japanisch Lektion. Aber (und jetzt kommts) 2009 wird alles anders! Ich sage nur: Prioritäten setzen. Bei der wirschaftlichen Lage eignet man sich besser noch ein paar Fähigkeiten an.

Naja. Zurück zum JLPT. Es war wie immer ein sonniger Dezembertag und ich traf mich schon früh mit meinem Buddy Dominik am Hachiko zur gemeinsamen Fahrt zum Testsite (beide mit Sutaba in der Hand). Getestet wurde in einer Universität namens Takachino in der Nähe von Nishi-Eifuku an der Inokashira Line. Die Organisation des Test-Events fängt schon am Bahnhof an. An jeder Ecke zwischen Bahnhof und Uni steht jemand, der den Weg weist. Wie nett! Dabei handelte es sich bei der Registrationskarte, die jeder mitbringen musste gleich auch um eine Karte, die den Weg genau beschreibt. Die Klassenzimmer der Universität waren dann sehr interessant. Bei den kleinen Tischen und Stühlen kam ich mir vor wie ein Riese.

Am Eingang der Uni.

Am Eingang der Uni.

Dann der eigentliche Test. Vokabular und Schrift 25 Minuten, Hörverständnis 25 Minuten, Grammatik 50 Minuten. Der ganze Test dauerte aber von 9:45 bis 14:00. Neben den Pausen dauerte das ganze Set-Up Prozedere extrem lang. Vor jedem Modul gab es eine sehr minuziöse Anwesenheitskontrolle und langwierige Erklärung der Regeln (rote Karte, wenn das Handy klingelt).

Der Pausenhof der Uni.

Der Pausenhof der Uni.

In Tokyo muss es duzende solcher Testsites geben und ich war erstaunt, wie viele Leute zu diesem Test erschienen. Ich hab noch nie so viele Ausländer auf einem Haufen in Tokyo gesehen (nicht mal in Roppongi). Natürlich waren die meisten Chinesen und Inder. Wir Wessis waren definitiv untervertreten, aber mir fielen die vielen Franzosen auf. Vielleicht waren die auch einfach nur am lautesten. Lustig war auch, dass es viele Kinder hatten die den Test machten. Ein anderer Kollege von mir hatte sich dazu in einer Pause per BlackBerry so geäussert: „I had to guess the answer to about 80% of the questions. And just to psych me out, they put two 9 year olds next to me“.

Das bringt uns zum Schwierigkeitsgrad. Wie in der Einleitung schon angetönt, hätte ich wohl Level 3 probieren müssen. Es war zu einfach für mich und eher peinlich angesichts der vielen mutigen Kollegen, die den Test bereits nach einem Jahr machen. Das Resultat des Tests erwarte ich übrigens im Februar. Ich lass es Euch dann wissen.

Einer der Übungstests. Ausschnitt aus dem einfachen ersten Teil.

Einer der Übungstests. Ausschnitt aus dem einfachen ersten Teil.

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